"ALTENBERG - STADT“
Altenberg ist eine Stadt
Gleich mal vorweg. Nein, die Bürger von Altenberg, also von Altenberg bis Zinnwald, sollen nicht „in einen Topf“ geworfen werden. Altenberg in seiner Form, seiner Größe und Struktur, ist ein Ergebnis der letzten Jahre, resultierend aus den Eingemeindungen. So vielseitig die große Stadt Altenberg ist, so vielseitig sind auch ihre Bürger, sind die Menschen. Die Fürstenwalder sind anders als die Rehefelder, die Zinnwalder leben in einer anderen Region als die Kipsdorfer. Und gerade das macht diese Stadt so interessant, so bunt. Wenn ich will, dass Altenberg eine Stadt wird, dann will ich, dass die Menschen ein „Wir Gefühl“ entwickeln. Ein „Wir Gefühl“ welches aus einer stabilen Identifikation aus dem Lebensumfeld heraus entsteht. Will sagen, wenn ich weiß wo ich lebe, wo ich herkomme, dann kann ich gelassen mit den anderen umgehen. Und wenn ich dann auch noch in meiner Identität akzeptiert und ernst genommen werde, dann erst recht.
Wie möchte ich die Identitäten wahren?
Ich muss die Stärken der einzelnen Stadt- und Ortsteile herausfinden und die Menschen, mit Hilfe der Ortschaftsräte, in ihrem Selbstbewusstsein stärken. In dem Zusammenhang möchte ich dem Stadtteil Altenberg anraten unbedingt sich so schnell als möglich einen Ortschaftsrat zu geben. Für mich wird es ganz wichtig sein, mit diesen Ortschaftsräten zusammen zu arbeiten. Gerade in einer so großen Stadt, mit seinen Eigenheiten. Wer weiß denn besser, als die Bewohner, was notwendig ist. Die Ortschaftsräte bekommen mehr Kompetenz und Entscheidungskraft. Natürlich in Abstimmung mit der Gemeindeordnung. Die sächsische Gemeindeordnung lässt erheblich mehr Spielraum für die Ortschaftsräte. Sagt doch der
§ 67 Aufgaben des Ortschaftsrates
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Dem Ortschaftsrat werden zur Erfüllung der ihm zugewiesenen Aufgaben angemessene Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt. Die ortschaftsbezogenen Haushaltsansätze werden im Rahmen der Gesamtausgaben der Gemeinde unter Berücksichtigung des Umfanges der in der Ortschaft vorhandenen Einrichtungen festgesetzt.
Und gerade diese Mittel möchte ich den Ortschaftsräten zur Verfügung stellen. Eigenverantwortung im Stadt- oder Ortsteil führt auch zu mehr Verantwortung für die gesamte Stadt. Der Ortschaftsrat erhält mehr Kompetenzen und kann so mehr für den Ort tun.
Die Bereitschaft der Bürger für die Gesamtheit etwas zu tun ist groß, das habe ich, damals 2012, beim „mdr-Wintermärchen“ erfahren. Waren doch aus allen Stadt- und Ortsteilen Vertreter vor Ort um dieser Aktion Erfolg zu bescheren.
Was meine ich mit
Bürgernähe
- In jeden Stadt- oder Ortsteil mit einem Ortschaftsrat gehört ein Bürgerbüro
- Der "Altenberger Bote" gehört in jeden Briefkasten
- Eine Rubrik "Kummerkasten" muss in den " Altenberger Boten" und auf die Stadtseite im Internet
- Bürgersprechstunde des Bürgermeisters
Was ist
Familienfreundlich
- Wohnort nahe Kinderbetreuung KITA & Hort - Ergänzung mit Tagesmütter
- Schulen weiter sanieren
- Wohnraum und Bauflächen für junge Familien bereitstellen
- Nahverkehr und Schülerverkehr verbessern
Gute, konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kreis
Kommunikation ist mein Schlüsselwort. Wenn wir miteinander reden unsere Standpunkte anhören, kann ich den Gegenüber verstehen, weiß um seine Probleme um seine Wünsche. So kann ich auf ihn eingehen und auch meinen Standpunkt mit einbringen. Durch eine offene, konstruktive Kommunikation kann ich vieles bewegen. Und wenn ich meinem Gegenüber entgegenkomme, dann kann ich auch erwarten, dass er mir entgegenkommt. Klar, es gibt Vorschriften und Gesetze an die muss sich jeder halten, nach denen wird auch verfahren. Doch „Dienst nach Vorschrift“ ist nicht immer die beste Lösung, meist nur der kleinste gemeinsame Nenner und der, der die Macht oder das Geld hat, der bestimmt dann wo es lang geht.
Die Landkreisverwaltung ist der Partner einer Gemeinde, nicht sein Gegner.
Mehr Investoren nach Altenberg holen
Investoren zu finden ist immer schwer, war immer schwer. Die Gründerjahre sind schon lange vorbei und die „Claims“ sind abgesteckt. Dazu kommt noch unsere Lage, am Rand, im Gebirge. Aber vielleicht sind das ja unsere Stärken. Vieles ist in den letzten Jahren getan worden. Gerade läuft ja auch der weitere Ausbau, bzw. die Vorbereitungen dazu, des schnellen Internet´s im Müglitztal.
Wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft den Uhrenstandort. Offen zu sein für Zulieferbetriebe, die nicht unbedingt am Ort produzieren müssen ist eine Option. Das heißt aber auch Angebote bereit zu halten. Flächen, Standorte. Ich meine aber nicht nur die Industrie, auch Handwerk und Gewerbe, gerade im Handel und im Beherbergungsgewerbe. Beim Handel könnte man sagen, wir haben reichlich, drei Discount-märkte im Stadtteil Altenberg, einen in Geising. Doch das ist nicht alles. Wir benötigen, für einen wohnlichen Standort in der Nähe die Dinge des täglichen Bedarfs. Wir benötigen im Stadtgebiet Altenberg auch Angebote die über den täglichen Bedarf hinaus gehen. Das was die Bewohner hier kaufen, kommt auch unseren Einnahmen entgegen.
Im Beherbergungsgewerbe benötigen wir noch ein zwei größere Herbergen, Hotels. Mit den Standorten Zinnwald und Schellerhau, haben wir zwei Anbieter die schon viel abdecken. Doch gerade im Stadtteil Altenberg fehlt so eine Einrichtung. Aber auch Kipsdorf ist ein guter Standort. Wenn ab Weihnachten die „Bimmelbahn“ wieder fährt, brauchen wir ein Ziel.
Hotels sind nicht nur Schlafstätten. Es könnten auch kulturelle Zentren werden. Sind doch die vorhandenen Hotels jetzt schon Orte für Veranstaltungen für alle Bewohner.
In erster Linie sollten wir natürlich etwas für die Bewohner tun, denn
was für die Bewohner gut ist, ist auch für die Touristen gut.
Lebensqualität und Attraktivität der gesamten Stadt erhöhen
Was macht Lebensqualität aus? Wann fühlen sich Bewohner in einer Stadt wohl? Wenn wir unser Lebensumfeld gestalten, hat jeder seinen eigenen Geschmack, doch es gibt parallelen. Wir schmücken unsere Wohnung, pflegen unser Grundstück, gestalten alles so, dass wir uns wohl fühlen. In erster Linie soll eine Stadt, mein Wohnort, auch so sein, abgestimmt auf meine Bedürfnisse, meine Wünsche. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich kurze Wege habe, wenn ich bequem, mir wichtige, Orte erreiche. Die Versorgung mit Gütern meines täglichen Bedarfs muss gesichert sein. Ich muss einen Arzt genauso schnell finden wie die KITA oder die Schule.
Wenn wir heute über Infrastruktur reden, reden wir zuerst von den Dingen die wir im Alter brauchen, Arzt, Betreuung. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist das logisch, daran zu denken. Doch genauso wichtig ist es, für die Kinder, für unseren Nachwuchs zu sorgen. Wir erinnern uns immer wieder an die Orte unserer Kindheit und jeder hat seinen eigenen Erinnerungen daran. Haben wir gute Erinnerungen daran, werden wir unseren Kindern genau die gleichen Bedingungen wünschen und wenn wir können ermöglichen. Ein Kind, welches hier gut behütet, mit Freude und guten Erinnerungen aufwächst, erinnert sich gern an diese Zeit. Unsere Kinder gehen in die Welt, sollen sie, machen sie. Sie wollen ihre Erfahrungen sammeln, weit weg von den Eltern. Was besseres können wir denen gar nicht wünschen. Doch wenn sie dann selbst eine Familie gründen, wenn sie dann Kinder haben erinnern sie sich an ihre eigene Kindheit. Und wenn alles gestimmt hat und heute auch noch stimmt, Arbeit, Versorgung, alles ist da, dann kommen sie gern wieder zurück.
Wie kann ich das bewerkstelligen, wie kann ich die Infrastruktur verbessern? Bleiben wir bei der Kinderbetreuung. Eine Wohnort nahe Kinderbetreuung ist wichtig, brauchen die jungen Eltern doch keine langen Wege. Das kostet aber der Stadt viel Geld und dieses wird bekanntlich immer weniger. So sollten wir darüber nachdenken ergänzend andere Betreuungsformen zu finden, zuzulassen. Tagesmütter, Tagesgruppen sind bekannte Formen aber auch komplett Neues zulassen.
Unsere Schulen sind der nächste Ort für unsere Kinder. Diese gilt es ganz besonders zu fördern, lernen unsere Sprösslinge dort fürs Leben. Nun haben wir zwei Grundschulen im Stadtgebiet und es scheint auch gut zu sein, dass diese erhalten bleiben. Nun ist es Aufgabe der Stadt, gerade Grund- und Oberschulen zu finanzieren. Die Anforderungen an jene Einrichtungen werden nicht weniger, ob nun bei den Sicherheitsstandards, oder bei den Ausstattungen. Viel Geld muss in die Hand genommen werden um mit der vorhandene Substanz den Anforderungen gerecht zu werden und zum Schluss habe ich dann immer noch ein altes Gebäude und die nächste Überraschung ist schon vorprogrammiert. Wir sollten über eine andere Lösung nachdenken. Ich sag mal einfach, einen neuen Schulstandort finden, eine neue Schule bauen. Ich höre schon alle sagen, das geht nicht, ist zu teuer. Darüber nachdenken ist aber notwendig, erst dann weiß man was geht.
Unser Gymnasium ist eine Einrichtung, sicher vom Kreis getragen, die unserer Stadt zum Vorteil gereichen kann und sollte. Das Gymnasium hier in Altenberg besitzt einen guten Ruf, ich weiß es aus Dresden, wenn es uns gelingen sollte, diesen Ruf zu festigen und weiter nach außen zu tragen, dann bekommen wir vielleicht Schüler aus anderen Orten und diese brauchen wir nicht abzulehnen, haben wir doch ein Internat. Und dieses ist wieder Angelegenheit der Stadt. Schüler von Außerhalb könnten dort wohnen, wir hätten das Internat ausgelastet und könnten wieder attraktivere Preise anbieten.
Ich erwähnte Anfangs, dass wir immer älter werden in unserer Gesellschaft und diesem Umstand muss man auch Rechnung tragen. Neben den Angeboten des betreuten Wohnen´s ist es mir ein Anliegen, dass die Bewohner so lange wie möglich in ihrem Wohnumfeld wohnen und leben können. Gerade die Senioren haben doch ihr ganzes Leben lang für diese Stadt gearbeitet, waren für ihren Ort da. Die Kommune hat die Aufgabe ihnen auch den Lebensabend schön und attraktiv zu gestalten. Seniorengruppen gehören dazu. Gerade in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen existieren solche Gruppen und diese sollten nicht vernachlässigt werden. Es reicht nicht nur Geld zu geben, die Organisatoren müssen betreut werden, unterstützt werden.
Die Landwirtschaft ist wichtigster Partner bei der Erhaltung und Pflege unser einzigartigen Landschaft
Die Landwirtschaft spielt eine, leider immer wieder, wenig beachtete, aber wichtige Rolle. Bei uns hier im Osterzgebirge ist die Landwirtschaft einer der wichtigsten Partner bei der Pflege der einzigartigen Landschaft. In Zusammenarbeit mit den Vereinen der Landschaftspflege und des Naturschutz sorgen sie dafür, dass die Landschaft in unserem Stadtgebiet für uns Bewohner aber auch für unsere Gäste diesen Reiz behält. Eine enge Zusammenarbeit mit diesen Institutionen ist wichtig für mich. Aber auch im Winter sind diese Betriebe ein wichtiger Partner, gerade beim Winterdienst. Verfügen sie doch über leistungsstarke Technik. Bei einem so großen Stadtgebiet wie es Altenberg ist und dem dazu gehörigen Straßennetz ist es für eine Kommune schwer allen Aufgaben gerecht zu werden. Wir brauchen verlässliche starke Partner.
Schutz unserer Menschen und Güter geht nur mit einer starken Feuerwehr
Die Feuerwehr ist ein wichtiger Faktor in einer Gemeinde.
Bei einer Veranstaltung zum Thema „Ländlicher Raum“ initiiert von der sächsischen Staatsregierung im letzten Jahr in Limbach-Oberfrohna, sprach, unter anderem, der Landeshauptmann von Niederösterreich. Er sagte, „... Die Feuerwehr ist die schnelle Eingreiftruppe des Bürgermeisters....“.
Aber die erste Aufgabe ist der Schutz, der Schutz unserer Güter unseres Lebens. Und das machen die Kameraden unter Einsatz ihrer Gesundheit, ihrer Freizeit. Damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden können, benötigen sie immer die dafür notwendige Ausrüstung, Ausbildung. Daran soll und kann nicht gespart werden. Die einzelnen Wehrleiter wissen am besten was benötigt wird und darum braucht man einen guten Draht zu ihnen. Der Gemeindewehrleiter muss bei seiner Arbeit unterstützt werden. Sicher gibt der Haushalt immer engere Grenzen was das Geld anbelangt. Doch es besteht ein Feuerwehrbedarfsplan und dieser soll und muss eingehalten und umgesetzt werden. Und wenn die Kameraden spüren, dass sie ernst genommen werden, dann sind sie auch für die Stadt bereitwillig und kreativ "die schnelle Eingreiftruppe".
Förderung des Sports nicht vernachlässigen
Der Sport ist wichtig. Ich komme aus einer Stadt, dort spielte der Sport eine große Rolle. In meiner Heimatstadt Forst gab es eine Kinder- und Jugendsportschule und der Radsport war bei uns zu Hause. Wir wurden förmlich mit dem Fahrrad geboren. Ich treibe selbst Sport. Ich fahre Rad, Mountinbike. Habe ich doch gemerkt wie wichtig das ist für die Seele für den Ausgleich. Ich bin da meiner Tochter dankbar, denn durch sie habe ich damit begonnen. Heute nutze ich jedes trockene Wetter um mit dem Rad zu fahren, im Sommer im Kahleberggebiet, im Winter mehr auf den Straßen. Ich habe so meine Tour.
Ich sehe den Sport also als Freizeit und Ausgleich zum täglichen Einerlei der Bewegung. Das der Leistungssport wichtig ist, steht außer Frage. Kann sich doch ein Land, eine Region oder eine Stadt darüber definieren, damit identifizieren. Doch kann ich den Hochleistungsport wirklich immer und effektiv fördern? Muss ich diesen immer Fördern? Die Bedeutung von Altenberg als Wintersportort ist unumstritten, kamen doch schon in den zwanziger Jahren die Besucher zu uns um hier dem Wintersport zu frönen. Mit dem Bau der Rennschlitten/Bobbahn und dem Sportzentrum auf der Dresdner Straße erlangte Altenberg den Grad eines Leistungszentrums des Hochleistungsport. Doch die Zeiten sind ausgesprochen dynamisch, will sagen, auch solche Dinge und gerade solche Dinge ändern sich. Als Austragungsort für Rennschlitten- und Bobwettkämpfe sind wir gut aufgestellt, sogar hervorragend. Doch müssen wir noch mit aller Kraft am Biathlon festhalten? Ich denke wir sollten die Chance, die uns mit den neuen Sportstätten am Schellerhauer Weg gegeben sind, nutzen und ausbauen. Der Nachwuchssport ist unsere Chance.
Was den Breitensport anbelangt sind wir gut aufgestellt. Viele Sportvereine existieren in unserer Stadt. Diese gilt es zu unterstützen, denn die Freude an der Bewegung an der sportlichen Betätigung muss gefördert werden. Und sollten sich aus diesen Aktivitäten Nachwuchssportler und neue Kader entwickeln, ist das natürlich erstrebens- und wünschenswert.
Ich denke, eine Konzentration nur auf den Wintersport ist nicht mehr zeitgemäß. Nicht nur weil ich mit dem Rad fahre. Unser Angebot für die breite Öffentlichkeit zu erweitern und dabei die anderen Jahreszeiten mit einzubeziehen ist angebracht und notwendig. Wir setzen heute viel Geld für unsere Loipen ein. Genauso viel Aufmerksamkeit sollten wir auch den Schnee unabhängigen Sportarten einräumen. Wir haben ein ungeahntes Potential. Altenberg ist eine Wintersportstadt, sie muss auch eine Sportstadt fürs ganze Jahr werden.
Kultur fördern
Kultur ist jedem wichtig. Kein Mensch kommt ohne Kultur aus. Wir merken manchmal gar nicht mehr, wie Kultur unser Leben bestimmt, wie wir ständig damit zu tun haben. Hier, in dem Fall ist aber die Kultur gemeint, die im allgemeinen gern als zusätzlich betrachtet wird. Ich meine die „freiwillige“ Aufgabe Kultur. Wir hier in Altenberg haben verschiedene Kulturzentren. Diese gilt es deutlicher in den Fokus zu bringen. Als erstes ist da das Schloss Lauenstein zu nennen. Mit der Eingemeindungen von Geising hatte Altenberg plötzlich einen Ort in seiner Verwaltung, der über die Stadtgrenzen hinaus wichtig ist. Das Schloss Lauenstein beherbergt ja das Osterzgebirgsmuseum. Dieser Stätte als Ort der Pflege und Bewahrung des Erbes des Osterzgebirges gebührt besondere Aufmerksamkeit. Aber auch die Bergbaulichen Museen und Einrichtungen in Altenberg bedürfen einer größeren Aufmerksamkeit. Nicht nur, dass diese Stätten die Traditionen, unsere Geschichte bewahren, sie sind natürlich auch Besuchermagneten, gehören mit zu unseren touristischen Angeboten. Schloss und Bergbaumuseum, sowie die Schauanlagen in Zinnwald sind „Schlechtwettervarianten“ für unsere Gäste. Aber auch Bildungsstätten für unsere Schüler.
Ein weiterer wichtiger Kulturzweig sind die vielen Heimatvereine, in denen das spezifische des jeweiligen Stadt- oder Ortsteils bewahrt werden. Die liebevolle Arbeit der Chronisten, Archivare, die viele Mühe die in den kleinen Heimatstuben steckt. Oder ganz wichtig, die Gruppen die unsere Kultur des Erzgebirges am leben halten und näher bringen, die verschiedenen Mundartgruppen. Sie sind nicht nur buntes Programm bei den Seniorenweihnachtsfeiern. Unterhalten sie doch auch unsere Gäste über das ganze Jahr und bewahren so ein Stück kulturelles Erbe.
Es gibt auch Vereine die mit ihren Veranstaltungen unsere Stadt über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen. Der Geisinger Ski- und Eisfasching zieht alljährlich viele Gäste aus dem Umland an. Bärenfels mit seinem Kurpark, dem Meißner Glockenspiel und den im Kurpark stattfindenden Konzerten gehört ebenfalls zu unserem, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kulturereignissen. Und natürlich auch das Puppenfest, welches jedes Jahr im Oktober stattfindet, organisiert vom Verein „KulturGeschichte Bärenfels“. Eines der wenigen Projekte das von der sächsischen Kulturstiftung unterstützt wird.
Die Arbeit dieser kleinen Vereine muss unterstützt werden, gerade wenn die Veranstaltungen überregionale Bedeutung besitzen, finanziell aber auch fachlich durch Unterstützung bei der Organisation und Durchführung.
Nun hat die Stadt aber, neben den schon genannten Museen, noch kulturelle Einrichtungen die es auch zu erhalten und fördern gilt. Eine sehr wichtige Einrichtung ist der Wildpark. Jahr für Jahr konnten die Besucherzahlen erhöht werden, dies gilt es zu unterstützen. Die Arbeit die das Team der Wildparkleitung da leistet, kann man gar nicht genug anerkennen. Wir sollten in erster Linie diese Erfahrungen nutzen, wir sollten ihnen den Freiraum lassen, der zu diese Ergebnissen führt.
Der Botanische Garten in Schellerhau liegt nicht direkt in der Verantwortung der Stadt, der "Förderverein für die Natur des Osterzgebirges" hat hier die Verantwortung, doch die Kommune ist wichtiger Partner bei der Förderung, gilt es doch jedes Jahr die Förderung des Kulturaum zu sichern indem die Stadt die Zusage der Eigenmittel gibt. Der Botanische Garten ist eine wichtige Einrichtung bei der Erhaltung und Zucht selten gewordener einheimischer Pflanzen. Also aus dem Verband der Botanischen Gärten nicht mehr weg zu denken. Im kulturellen Leben der Stadt und besonders des Ortteils Schellerhau spielt er auch eine wichtige Rolle. Das alljährliche Gartenfest und das Kräuterfest sind feste Bestandteile in unserem Kulturleben.
Man sieht also, Kultur spielt eine wichtige Rolle und sollte deshalb auch entsprechend gefördert und unterstützt werden.
Stadtentwicklung vorantreiben
Stadtentwicklung ist unabdingbar. Auch wenn man das Gefühl hat, alles ist gut so, wir haben alles erreicht, unsere Stadt ist doch schön, ist es notwendig sich Gedanken zu machen wie es morgen aussehen soll. Während meiner Zeit als Ortsvortseher habe ich am integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) mitgearbeitet. Dabei habe ich gesehen wie wichtig so etwas ist um eine Kommune vorwärts zu bringen. Dieses INSEK sollte und wird meine Arbeitsgrundlage werden. Solch ein Konzept ist zum Glück keine starre Einrichtung, kein Gesetz. Es ist eine Grundlage und zeigt uns Richtungen auf in die wir gehen können und zeigt aber auch die Dinge die es wirklich zu bearbeiten gilt.
Als wichtigstes sehe ich da den Aus- und Neubau von Wohnungen, denn wenn ich Menschen halten oder gar neu ansiedeln will muss ein Angebot von Wohnraum vorhanden sein. Jeder Stadt- oder Ortsteil hat dabei sein Potential. Dieses Potential zu nutzen ist mir Aufgabe und Bedürfnis.
Aber nicht nur Wohnraum ist wichtig, gehört doch zu einem gesunden Wohnumfeld auch die Versorgung, eben wie schon besprochen die Infrastruktur.
Stadtverwaltung
Die Stadtverwaltung ist mein Arbeitsinstrument. Die Arbeit der Angestellten, vom Amtsleiter bis hin zum Gemeindearbeiter, kann man gar nicht genug würdigen. So eine Stadt ist wie ein Unternehmen, nur lässt sich da das wenigste planen, denn die Menschen die in dieser Stadt leben, leben eben. Gilt es doch nicht nur den alltäglichen Verwaltungstechnischen Aufwand zu bewältigen sondern eben auch die Anliegen der Bürger. Und gerade diese sollten schnell und dem Antragsteller entsprechend, behandelt werden. Ich habe während meiner Arbeit als Ortsvortseher erfahren wie kompetent und fachlich versiert die Mitarbeiter sind. Um diese Leistung annähernd zu würdigen sollte als erstes eine gerechte Vergütung vorgenommen werden. Ich halte es für unabdingbar die Gehälter der Mitarbeiter der Stadtverwaltung an den Tarif anzupassen, will sagen Tariflohn ist Gesetz. Keine Einschränkung ob es die Haushaltslage zulässt. Ich kann Wünsche und Extraausgaben der Stadt nicht von den Angestellten finanzieren lassen. Ich sehe das ganze auch mit dem Blick in die Zukunft. Die Belegschaft hat einen sehr hohen Altersdurchschnitt, das heißt in kurzer Zeit benötigen wir in der Stadtverwaltung qualifizierten Ersatz, das geht nur bei einer entsprechenden Entlohnung.
Um das alles zu finanzieren, um die Stadt voran zu bringen benötigen wir eine strenge Haushaltsdisziplin. Die Decke die wir haben ist knapp bemessen, die Gelder gilt es effektiv ein zu setzten. Wenn wir uns hinsetzten und einen Plan machen, diesen dann vom Stadtrat bestätigen lassen, dann müssen wir uns auch bemühen diesen Plan um zu setzten, so wie er beschlossen wurde. Sollten dann doch mal Veränderungen nötig sein, plötzliche Ausgaben anstehen. Dann ist es unabdingbar offen und klar diese Dinge mit dem Stadtrat zu kommunizieren.
Es ist von großem Vorteil, wenn man die Strukturen der Verwaltung kennt, wenn man weiß wie Dinge laufen. In jeder Führungsposition ist das von Vorteil. Der Bürgermeister macht da keine Ausnahme. Und doch sehe ich die Arbeit des Bürgermeisters als eine integrierende Arbeit. Wie meine ich das. Als Bürgermeister ist man vom Bürger gewählt, man hat durch seine Person, sein Programm den Bürger überzeugt, man bekleidet ein politisches Amt. Gleichzeitig ist man Manager des Unternehmens Stadt. Ich glaube als Bürgermeister sollte man in erster Linie moderieren, kommunizieren, zuhören, ausgleichend vermitteln und Entscheidungsprozesse befördern können. Für die fachlichen Fragen habe ich dann die Amtsleiter.
Ich weiß, das kann ich.